Goldendoodle F1
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Schon wieder nur blödes Trockenfutter!!!!

Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden durch falsche Ernährung

Auch unsere Hunde leiden heute an Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arthrose, Krebs, Zahnerkrankungen etc.

Allergien sind eine der häufigsten Ursachen von chronischem Juckreiz bei Hunden, der durch eine allergische Reaktion auf eine oder mehrere Substanzen aus der Umgebung hervorgerufen wird. Viele Substanzen können Atopien/Allergien verursachen, und unsere Vierbeiner können – wie wir auch – auch auf Nahrungsmittel und deren Zusätze allergisch reagieren.

Nahrungsmittelallergien verursachen einen beachtlichen Anteil aller Tierarztbesuche 

Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Überempfindlich auf bestimmte Stoffe in der täglichen Nahrung. Ein gut funktionierendes Abwehrsystem reagiert nicht auf diese relativ ‘unschuldigen’ Stoffe, weil sie keinen Schaden am Körper anrichten können. Ein gestörtes bzw. geschwächtes Abwehrsystem dagegen kann sehr stark auf diese Stoffe reagieren. Deutliche Anzeichen können z.B. sein: rasche Ermüdbarkeit, nachlassender Appetit, Gewichtsverlust, Hautjucken, mattes Fell, Durchfall und sehr oft auch häufiges Erbrechen.

Solche Futtermittelallergien können sich auch auf das Verhalten auswirken. Anders als bei der „normalen“ Futtermittelallergie zeigt der Hund praktisch keine „äußerlich  erkennbaren“ Allergiesymptome. Stattdessen kann sich die Allergie durch unkontrollierbare Zerstörungswut, neurotisches Kläffen, Ungehorsam, Hyperaktivität, zwanghaftes Verhalten, unangemessene, aggressive Reaktionen, Konzentrationsmangel, Antriebslosigkeit äußern sowie dadurch, dass der Hund plötzlich nicht mehr stubenrein ist. Auch sind schon folgende Symptome bei einer „Cerebralen Allergie“ aufgefallen: der Hund zieht sich oft in dunkle Räume zurück, hechelt schnell, jagt „Phantome“, ist sehr schlecht auf seinen Besitzer fixiert.

 

Unser Hund ist, was er frisst!

In 70-80% aller „Krankheitsfälle“, die dem Tierarzt vorgestellt werden, stellt die Ernährung eine direkte oder indirekte Ursache dar. Allergien bilden dabei keine Ausnahme, denn es ist mittlerweile bekannt, dass Fertigfutter unsere Hunde krank machen kann. Bei falscher Ernährung kann eine Allergie sogar das Gehirn erreichen, wodurch sich dadurch die oben erwähnten Verhaltensauffälligkeiten zeigen können. Dann sticht sozusagen, wie beim Pferd, auch unserem Hund der Hafer! Bei meinem portugiesischen Wasserhund hatte der hohe Getreideanteil im Fertigfutter Epilepsie ausgelöst. Eine artgerechte Fütterung mit Fleisch und Zusätzen (getreidefrei!) heilte das Tier innerhalb von nur wenigen Tagen von seinen schweren Anfällen!

Nur wenige Tierärzte ahnen, dass z.B. Ohrenentzündungen, Pilzerkrankungen, vereiterte Geschlechtsorgane etc. zu den langzeitlichen und Sekundärsymptomen einer Allergie gehören können, denn über den Zusammenhang zwischen Ernährung und dadurch möglicherweise resultierenden Krankheiten werden die angehenden Tierärzte an den Universitäten kaum bis gar nicht informiert. Denn die wiederum werden mit hohen Geldbeträgen seitens der Futtermittelhersteller „gesponsert“. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Veterinärmediziner oft ruhigen Gewissens teure Diätfutter verordnen.

Bücher wie z.B. „was tu ich nur mit diesem Hund“ oder „Das Aggressionsverhalten des Hundes“, „wenn Hunde machen was sie wollen“ und „Hunde auf der Couch. Verhaltenstherapie bei Hunden.“ u.s.w. sind heute der Renner. Hundepsychologen schießen wie Pilze aus dem Boden, und in vielen Fernsehprogrammen versuchen „Tier-Nannys“  verhaltensgestörten Hunden ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu geben.

Erweckt aber nicht gerade das den Eindruck, dass es noch nie so viele gestörte Hunde in unserer Gesellschaft gab?

Sind sie nicht mehr anders als mit Anti-Stress-Pillen und Halti zu erziehen? So gibt es heute unnatürliche Erziehungshilfen wie „Antibellhalsbänder“ oder – noch schlimmer – „Teletaktgeräte“, die dem Hund mittels Knopfdruck einen Stromimpuls versetzen, der ihn vom Jagen abhalten soll. Sie sind zwar in Deutschland verboten, es finden sich aber immer wieder Hundebesitzer, die sich solche „Hilfen“ im Ausland  besorgen. Was aber ist das für eine für eine Mensch-Hund-Beziehung, in der der Mensch nur dadurch zum „Alpha-Tier“ wird, indem er seinem Hund Qualen zufügt?

Gute Hundetrainer und Hundepsychologen erkennt man daran, dass sie beim ersten Besuch eines  verhaltensauffälligen Hundes den Halter nach der derzeitigen Ernährung fragen und ihn aufklären. Denn viele Verhaltensweisen sind kaum durch Erziehung beeinflussbar, da sie allergisch, d.h. neurologisch bedingt sind. Hier hilft nur eine schnelle Futterumstellung und danach eine liebevolle, konsequente Erziehung.

So sind nicht immer Fehler in der Erziehung der Grund dafür, wenn Hunde ihren Besitzern das Leben zur Hölle machen. In den wenigen Jahrzehnten, in denen unsere Hunde mit Fertigfutter ernährt werden, waren – und sind – sie einem ständigen Mangel an Vitalstoffen und tierischen Eiweiß ausgesetzt (die durch chemisch hergestellte Vitamine ersetzt werden). Dadurch nimmt der Hund über seine Nahrung auch Fremdstoffe und viel zu viel Kohlenhydrate auf. Pflanzliche Kohlenhydratträger – gebundene Eiweiße – die zumeist nur in Trockenfutter zu finden sind, sind für den Hund schädlich. Tierisches, an Wasser gebundenes Eiweiß im Frischfleisch hingegen kann der Hund bestens und in großen Mengen vertragen.

Getreide sollte in der Nahrung eines „Carnivoren“ (Fleischfresser) wenn, dann nur etwa 10% ausmachen. Bei über 40% ist sein Verdauungstrakt schon mehr als überfordert. Bei über 60% Getreide im Futter kann der Organismus des Hundes die Futterstoffe nicht mehr physiologisch verwerten und stößt täglich an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Arthrose, Leber- und Nierenschäden können die Folge sein… Fertigfutter besteht oft bis zu 80 % aus Getreide!

Durch die Fütterung von Allergenen im Futter kann eine Zerebralallergie (über Gehirn und Rückenmark) ausgelöst werden. Dadurch wird der Gehirnstoffwechsel schwer beeinträchtigt und Verhaltensauffälligkeiten können wie bei Kindern, die an einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, ausgelöst werden. Darum wird auch in der Therapie sofort eine Nahrungsumstellung vorgenommen.

Eine solche Therapie kann aber nicht nur bei Zerebralallergien mit hyperaktiven Wesensmerkmalen Erfolg haben, auch bei Bauchspeicheldrüsen-Krankheiten, allergischen Durchfall, Pilzbefall und Eiter an Ohren und Genitalien etc. kann die artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch schnell zur Heilung führen.

Bei einer immer fortwährenden Fütterung des gleichen Futters werden o.a. Krankheitsanzeichen in Unkenntnis des Sachverhalts oft jahrelang nicht erkannt und daher falsch behandelt. Dann werden durch die Verordnung von Salben, Medikamenten oder teure Diätfutter die Symptome behandelt, anstatt die Ursache – die nicht artgerechte Ernährung – zu beseitigen.

Inzwischen tragen auch eine Reihe von Fertigfutterherstellern den Mangelerscheinungen Rechnung und bieten entsprechendes Futter an, darum sollte jeder Hundebesitzer, der bei Fertigfutter bleiben möchte, egal ob Trockenfutter oder Dosenfutter, sorgfältig prüfen, was er für seinen Liebling kauft und verfüttert. 

Tatjana Lefarth

 

 

Was kommt bei uns in den Napf
Wenn Sie Ihren Hund möglichst gesund und ohne schädliche Zusätze ernähren möchten, empfehlen wir Ihnen ebenfalls zu barfen. 

Nicht nur der Tierarzt Dr. Ian Billinghurst ("Give your Dog a Bone", "Grow your pups with bones") rät in seinen 
Büchern die artgerechteste aller Ernährungsformen für den Hund an - Fleisch, Gemüse und Knochen. 
 
Der Grundgedanke ist die Simulation eines Beutetieres - alles ist roh. Das Gemüse, hauptsächlich Salat, Wurzelgemüse wie Möhren, auch Gurken, Zucchini etc. wird püriert da der Hund die Zellulose nicht allein aufspalten kann. Das Fleisch wird ebenfalls roh gefüttert (alles außer Schwein). Öl und manchmal auch Kräuter zugesetzen, und fertig.
Auch unsere Welpen füttern wir von Anfang an naturgemäß. Dass heisst aber nicht, dass wir unseren Welpenkäufern diese Art der Fütterung auch auferlegen. Aber wir empfelen sie!!
Die Entscheidung muss jeder für sich tragen. Bedenken  wie "zeitlicher Aufwand" oder "Urlaub" können wir aber zerstreuen. 
Sicherlich ist diese Art der Fütterung etwas aufwendiger, als eine Schüppe trockene Pellets in den Napf zu geben, aber auch nicht sehr viel höher. 
Ihr Hund wird es Ihnen aber danken, denn möchten Sie gern jeden Tag eine Tütensuppe essen? Warum werden 
Wölfe  und andere Raubtiere in den Zoos nicht mit Trockenfutter gefüttert, sondern bekommen frisches Fleisch?
Schauen Sie sich bitte die Rezepturen der Fertigfutter an! Meist handelt es sich um ein Futter, welches aus 70-90 % aus Getreide besteht. 
Der Hund ist aber ein Fleischfresser. Dies sollte man sich bewusst machen.
Unsere Welpenkäufer erhalten vor der Abgabe des Welpen die Broschüre von Swanie Simon (www.barfers.de) "Die natürliche Aufzucht von 
Welpen mit BARF"mit Tabellen, Ernährungsplänen, Literatur- und Linktipps 
Weitere Informationen finden Sie auf vielen Internetseiten. Einige möchte ich hier gern nennen:
www.barf-fuer-hunde.de
www.hunde-barfen.de (sehr lesenswerter Beitrag von Gaby Jung - Gefahr aus dem Kochtopf-)
Shops, wo man günstig Frostfleisch - auch schon gemischt - beziehen kann
www.das-Tierhotel.de
www.frischfleich-express.de

Die Ernährung ist wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit. Leider haben die meisten Hundebesitzer die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben. Es ist bequemer und einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen.
 
Das Ergebnis der Fütterung mit dieser auf Getreide basierenden Nahrung wird immer deutlicher durch den enormen Zuwachs an Krankheiten in unserer Hundepopulation. Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas-Insuffizienz, Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen, Immunschwäche, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach nur mit Überzüchtung erklären.
 
Ein Organismus braucht mindestens 10.000 Jahre, um sich auf eine totale Ernährungsveränderung umzustellen. Seit ca. 40 Jahren wird immer mehr Fertigfutter gefüttert und in diesen 40 Jahren hat sich der Gesundheitszustand unserer Hunde allgemein verschlechtert. Das hängt unter anderem mit der nicht artgerechten Ernährung zusammen.
 
Viele Hundebesitzer, Züchter und Tierärzte sind heute der Meinung, daß Fertigfutter einer der Hauptverursacher des schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eine dieser Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung.

 

B.A.R.F. - Was ist das?
 
Das Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp genutzt, um die Leute zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren, und um das Futter selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das Akronym "Born Again Raw Feeders" (Neugeborene Rohfütterer) oder "Bones And Raw Foods" (Knochen und rohes Futter).
 
Später wurde dem Akronym noch die Bedeutung "Biologically Appropriate Raw Foods" (Biologisch artgerechtes rohes Futter) gegeben. Das Witzige an diesem Begriff ist, daß BARF in Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet, was bei einigen Neueinsteigern, die nun mit rohem Fleisch, Pansen und Innereien hantieren, sicherlich ein etwas gequältes Lächeln hervorbringen dürfte.
 
Ich habe B.A.R.F. übersetzt in "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter", damit es in Deutsch auch verständlich ist. Da das Akronym BARF für verschiedene Leute verschiedene Bedeutungen hat, muß ich kurz klarstellen, daß es für mich einfach Rohfütterung bedeutet und nicht einen bestimmten Diätplan bezeichnen soll.
 
Somit ist B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) ein Begriff, der Futter beschreibt, das aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man so weit wie möglich die Ernährung eines wild lebenden Kaniden, wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren.
 
Fertigfutter - Was ist das?
 
Den wenigsten Hundebesitzern dürfte klar sein, was alles für “leckere” Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt inzwischen auch zahlreiche Marken, die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen. Wie ihr Futter trotzdem mindestens ein Jahr haltbar sein kann, erklären sie nicht. Fakt ist, daß die Hundefutterhersteller ihre Grundsubstanzen so einkaufen, daß die Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Deshalb brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sie auch nicht zu deklarieren. Anders ausgedrückt: Wenn auf einem Hundefuttersack steht "keine Zusatzstoffe", dann heißt das nur, daß der Hersteller bei seiner Verarbeitung keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; er darf das also auch dann, wenn er Vorprodukte, also Tier- und Getreidemehle, mit Konservierungsstoffen verwendet.
 
Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muß man erst wissen, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie "Tierische Nebenprodukte", "Geflügelfleischmehl", "Trockenschnitzel", "Fischmehl" oder "Knochenmehl".
 
Im folgenden einige Tierkörperteile, die auch in den besseren Hundefutterprodukten enthalten sind: Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot; Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin; dazu der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken. Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff (eigentlich stammt er ja aus dem Horn von Schnabel und Krallen und nicht aus einem Protein) in die Analyse eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann.
 
Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60 - 90 Prozent) aus Getreide, was man in der Analyse umgeht, indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist es möglich, Fleischmehl als erste Zutat aufzuführen, obwohl zusammengerechnet die Haupt-Zutat gemischtes Getreide ist.
 
Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört, verändert oder beschädigt durch die Erhitzung im Herstellungsverfahren, viele Narkosemittel und Medikamente jedoch nicht. Auf diese Substanzen wird das Futter aber nicht untersucht. Schon mal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen? Antwort: Knochen- und Fleischmehl!
 
Dazu kommt, daß die Abdeckereien sich oft nicht einmal die Zeit nehmen, Flohhalsbänder von verendeten oder eingeschläferten Tieren oder die Plastikverpackungen von abgelaufenem Supermarkt-Fleisch zu entfernen, bevor diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.
 
Gerne verwendet man auch Füllstoffe wie Rotebeetemasse, da sie den Stuhl dunkel färben und lange im Darm bleiben, was dazu führt, daß der Stuhl sehr fest ist - ein beliebtes Verkaufsargument vieler Hersteller.
 
Auch benutzen die Fertigfutterhersteller gerne Bezeichnungen wie "Zellulose", was meist einfach eine unverdächtig klingende Bezeichnung für Sägemehl ist. Zellulose ist laut Definition ein pflanzliches Polysaccharid mit linearem Aufbau aus Cellobiose- bzw. Glucose-Molekülen. Unlöslich in Wasser, löslich in konzentrierter Phosphorsäure, kalten konzentrierten Laugen; durch konzentrierte Mineralsäuren hydrolysierbar bis zur Glucose; natürlich vorkommend in der Zellwand von Mikroben u. Planzen (bis zu 50 Prozent des Holzes). Kann durch Cellulasen bei Pflanzenfressern bakteriell abgebaut werden. Wird technisch gewonnen als Zellstoff (Lexikon Medizin, Urban & Schwarzenberg 1997).
 
Oder - anders ausgedrückt - kein geeignetes Hundefuttermittel.

 


  

Der Hund ist ein Karnivor!
 
Wie sein Vorfahr, der Wolf, gehört der Hund zur Ordnung der Karnivoren, wobei der Wolf kein reiner Fleischfresser ist. Außer Beutetieren frißt der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der Pflanzenfresser. Überwiegend frißt der Wolf jedoch Großwild; vom Beutetier wird alles aufgefressen bis auf die größeren Knochen, einen Großteil von Haut und Fell und einen Teil des Magen-Darm-Inhalts.
 
Durch den Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtigen Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.
 
Der Hund hat das Gebiß eines Karnivoren, mit kräftigen Eckzähnen, um die Beute zu greifen und Backenzähnen mit scharfen Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können.
 
Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel und produziert vergleichsweise sehr wenig Speichel. Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient als Gleitmittel für die Nahrung, die beim Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht.
 
Der Magen des Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß: achtmal so groß wie ein Pferdemagen, in Relation zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure (hauptsächlich beim frisch ernährten Hund) als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 (Mensch: pH 4 bis 5). Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch.
 
Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers. Die vollständige Verdauung von Fleisch und Knochen dauert beim Hund maximal 24 Stunden; Pflanzenfresser brauchen für die Verdauung vier bis fünf Tage.
 
All diese Fakten sprechen eindeutig dafür, daß der Hund ein Fleischfresser ist und eine auf Getreide basierende Ernährung grundsätzlich falsch ist für diese Spezies.
 
Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil die Verdauung des Hundes auf große Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs eingestellt ist.
 
Das Kochen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch Kochen schwer verdaulich, zudem gehen dabei viele Mineralien verloren. Auch wenn man das Kochwasser hinzufüttert, sind diese Mineralien größtenteils nicht mehr verwertbar für den Hund. Der Hund hat einen anderen Bedarf an Aminosäuren als ein Pflanzenfresser, und diese Aminosäuren sind alle in rohem tierischem Eiweiß enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kein gesundes Gewebe und kein gesundes Immunsystem aufbauen.
 
Das Fett im Fertigfutter wird durch Konservierungsmittel wie Ethoxiquin, BHA und BHT haltbar gemacht. Diese Konservierungsmittel können die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen und die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen wegen Krebsverdacht in Nahrungsmitteln für den Humanverzehr nicht verwendet werden. Omega-3-Fettsäuren fehlen meist gänzlich im Fertigfutter, weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können.
 
Letztendlich sind gekochte Nahrungsmittel völlig tot. Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder in einen unbrauchbaren Zustand gebracht. Teilweise werden diese Zutaten dem Fertigfutter nachträglich zugeführt, aber oft sind es billige, chemisch hergestellte Präparaten die nur schwer verwertet werden können.
 
Im günstigsten Fall überlebt der Hund scheinbar gesund; doch oft genug kommt es zu Erkrankungen. Das Immunsystem wird geschwächt durch den Mangel an Enzymen, Aminosäuren, Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren; die überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig; durch die fehlende Zahnhygiene entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die wiederum das Immunsystem schwächen. Einige neue unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, daß der Zahnstein und die darauf folgende Gingivitis (Zahnfleischentzündung) eine Immunschwäche beim Hund verursachen.
 
Inzwischen gibt es diverse Diätfutter, um die Erkrankungen zu behandeln, die durch das Füttern von Fertigfutter überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diese Ironie lachen
 
Was nun?
 
Aus Sorge um die Gesundheit ihrer Hunde haben sich immer mehr Züchter und Hundebesitzer in den letzten Jahren gründlich mit der Ernährung ihrer Tiere befaßt. Dabei sind viele auf die natürliche, artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch und Knochen gekommen. Ältere, fast vergessene Bücher, wie die von Juliette de Bairacli Levy, fanden auf einmal neue Leser, und viele neue Bücher zum Thema kamen auf den Markt.
 
Juliette de Bairacli Levy möchte ich noch kurz erwähnen, denn diese außergewöhnliche Frau hatte bereits in den 50er und 60er Jahren vor der Gefahr des Fertigfutters und vor Impfungen gewarnt und immer die Ernährung mit frischen, rohen Zutaten befürwortet. Einige wenige Züchter, die ihren "natural rearing"-Methoden über Jahrzehnte treu blieben, berichteten von durchgängig gesunden Hunden in Zeiten, in denen man immer mehr von kranken Hunden hörte.
 
Inzwischen füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien von BARF und berichten von erstaunlicher Besserung ihres Gesundheitszustands. Hautprobleme verschwinden, die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit Trächtigkeit und Welpenversorgung weniger Probleme, und die Welpen wachsen langsamer und gesünder auf. Viele gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessern sich nach der Umstellung auf BARF.
 
Bei der Natürlichen Ernährung wird versucht, die Nahrung eines wild lebenden Kaniden nachzuahmen. Da es wohl kaum möglich ist, ganze wildlebende Tiere zu verfüttern, muß man sich mit den Nahrungsbedürfnissen des Hundes auseinandersetzen. Es kann zu Fehlernährung kommen, wenn man zu einseitig oder nur Fleisch füttert. Es gibt einiges zu beachten, zum Beispiel das Alter des Tieres, seinen Gesundheitszustand und natürlich, daß der Hund mit allen Nährstoffen in ausreichenden Mengen versorgt wird.
 
Heutzutage gibt es im Internet viele Websites und Foren, wo man Informationen und Rat erhalten kann. Auch können Sie sich an einen Tierheilpraktiker oder Tierarzt wenden, der sich mit dem Thema auskennt. Am Ende dieses Beitrags finden Sie einige Links und Buchtitel zur artgerechten Ernährung.
 
Nur Mut: Diese Art von Fütterung ist viel einfacher, als man denkt.

 

 

Vorurteile
 
Viele Hundebesitzer haben Bedenken, BARF zu füttern, weil die Fertigfutterhersteller und Tierärzte immer wieder vor rohem Fleisch und Knochen warnen. Rohes Fleisch sei gefährlich; der Hund werde Parasiten oder Salmonellen bekommen, heißt es. Nur durch Fertigfutter könne der Nährstoffbedarf des Hundes gedeckt werden, wird behauptet. Knochen seien lebensgefährlich, warnt die Fertigfutterlobby. Rohernährung sei viel zu teuer und zeitaufwendig, heißt es.
 
Wie oben schon erklärt worden ist, besitzt der Hund den Verdauungsapparat eines Karnivoren; das heißt, die gesamte Verdauung des Hundes ist auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Bakterien sowie Parasiten sind allgegenwärtig ein gesunder Organismus wird damit problemlos fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Da durch den Schlüsselreiz Fleisch ausreichend Magensäfte produziert werden, werden bei der Rohernährung schädliche Bakterien vernichtet, und es kommt äußerst selten zu Parasitenbefall.
 
Es ist gar nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der Natur passiert und wie wir es mit unserer eigenen Ernährung handhaben. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm, wenn ein Hund eine gewisse Zeit etwas einseitig ißt, vorausgesetzt, man füttert in der Regel recht abwechslungsreich.
 
BARF zu füttern ist nicht wesentlich zeitaufwendiger oder teurer als Fertigfutter zu füttern. Am Anfang machen sich viele Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen, und neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder darauf zu achten, daß der Hund täglich alles bekommt. Mit der Zeit legen sich diese Sorgen, und der Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man zur BARF-Ernährung nutzt, sind meist Überbleibsel von Fleisch für unsere Ernährung und deswegen nicht teurer als ein mittelmäßiges Hundefutter.
 
Vorteile
 
- Kein Zahnstein 
- Kein übler Hundegeruch
- Weniger Parasiten
- Starkes Immunsystem
- Wesentlich kleinere Kotmengen
- Starke Bänder und Sehnen
- Bessere Muskulatur
- Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
- Weniger Wachstumsprobleme
- Risiko von Magendrehung drastisch reduziert
- Schönes, gesundes, glänzendes Fell
 
In der Praxis
 
Da Hunde verschieden sind, müssen Sie Ihren Hund gut beobachten und gegebenenfalls den Ernährungsplan auf Ihren Hund abstimmen. Es gibt Hunde, die kein Getreide vertragen oder rohes Fleisch und Knochen anfangs nicht ohne weiteres verdauen können. Manche Hunde mögen Innereien oder Gemüse einfach nicht. Der folgende Diätplan ist nur als Anhaltspunkt gedacht.
 
Fleisch sollte in möglichst großen Stücken oder am Knochen gefüttert werden, da das Kauen wichtig für die Zahnpflege ist. Fleisch und Getreide nicht mischen, denn dadurch können Blähungen verursacht werden. Das heißt also: Der Hund muß in der Regel zweimal täglich gefüttert werden, wenn Sie Getreide füttern möchten. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens ist es gut, Zutaten zu trennen, zweitens ist die Gefahr einer Magenumdrehung wesentlich geringer, wenn die Futterration auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt wird.
 
Einmal wöchentlich sollten nur Flocken oder Gemüse gefüttert werden, gefolgt von einem Fasttag. Also: fünf Tage pro Woche Fleisch füttern, einen Tag fleischlos und einmal fasten lassen. Wenn der Hund das Fasten nicht gut verträgt, reicht es auch, wenn man einmal wöchentlich fleischlos füttert.
 
Sie können das Gemüse entweder allein als Mahlzeit geben oder zum Fleisch beifüttern. Es gibt Hunde, die das Gemüse nicht so gerne essen. In diesem Fall kann man entweder Hackfleisch oder Thunfisch dazu mischen oder Leber mit dem Gemüse pürieren.
 
Wenn wir davon ausgehen, daß der Hund zweimal am Tag gefüttert wird, also 12 Mahlzeiten pro Woche erhält, sollten bei 8 Mahlzeiten Fleisch/Knochen dabei sein, viermal Gemüse und etwa viermal Getreide/Milchprodukte.
 
Beispiel:
4 reine Fleisch/Knochen-Mahlzeiten
4 Fleisch/Knochen- und Gemüse-Mahlzeiten
4 Getreide/Milchprodukte-Mahlzeiten
 
Wenn Sie getreidefrei füttern möchten, sollte das Gemüse 10 bis 25 Prozent der Gesamtration ausmachen und Fleisch/Knochen 75 bis 90 Prozent. Der Knochenanteil sollte etwa 10 Prozent ausmachen und nicht 15 Prozent der Gesamtration übersteigen.
 
Getreide-Mahlzeit:
Flocken mit Buttermilch, Ziegenmilch oder Karottensaft. Dazu ab und zu ein Ei oder Hüttenkäse, Joghurt, Banane oder anderes Obst, usw. Es gibt Hunde, die Getreideprodukte nicht vertragen, bzw. dagegen allergisch sind. Es ist nicht notwendig, Getreide zu füttern, es durchaus weggelassen werden. Allergischen, arthritischen oder krebskranken Hunden sollte kein Getreide gefüttert werden.
 
Fleisch-Mahlzeit:
Fleisch und Knochen mit Kräutermischung und Ölmischung
 
Gemüse-Mahlzeit:
Frisches, püriertes und/oder leicht gedünstetes Gemüse & Grünzeug - auch mit Leber oder Joghurt oder Hüttenkäse. Dazu Öl (1 bis 2 Tl)
 
Die Zutaten
 
Flocken
Hafer, Gerste, Hirse, Amaranth, Roggen, Weizenkleie, Kokosflocken, Maisgrieß oder Flocken
 
Fleisch/Knochen
Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen, insbesondere die weicheren
Lamm: wie Rind, jedoch nicht Magen
Huhn: ganze Hühner, Hälse, Rücken, Flügel - nur roh!
Fisch: ganze Fische, nur roh
Eier: mit Schale, roh
Innereien: nur ein- bis zweimal pro Woche
Leber ca. 200 bis 300 g (bei einem Hund von 30 kg)
Pansen/Blättermagen ein- bis zweimal pro Woche
Schweinefleisch meiden oder gut abkochen!!
 
Gemüse
Salate, Möhren, Zuchini, Broccoli, Keimlinge, Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalmgras (eigentlich alles, je grüner, desto besser, immer abwechseln)
Rohe Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln meiden!
 
Obst
Äpfel, Bananen, Trauben, Apfelsinen, Kiwis usw.
 
Kräuter
Seealgenmehl, Alfalfa, Brennessel, Dill, Löwenzahn, Borretsch, Petersilie
 
Öle
Fischöl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl abwechselnd
Lebertran (Vit A u. D) - 1 Tl ein- bis zweimal pro Woche, vor allem im Winter
 
Vitamine
Bei Bedarf, z. B. bei Krankheit, im Wachstum, Trächtigkeit etc.:
Vit C - 100 bis 500 mg täglich für kurze Zeit
Vit E - 20 bis 80 mg drei- bis viermal pro Woche
B-Komplex - bei Streß oder Krankheit für eine kurze Zeit
 
Einmal pro Woche eine Prise Meeressalz

Copyright Swanie Simon 2005 - 2007
www.barfers.de

 

Sinnvolle Futterzusätze für gebarfte Hunde:

Kokosöl: wurmwidrig und parasitenabwehrend

 

Knoblauch( in sehr kleinen  Mengen!):wurmwidrig,parasitenabwehrend,schützt vor viralen Erkrankungen

 

dunkler Honig/Propolis:wirkt antibakteriell und hilft bei Husten,Blasenentzündungen und Erkältungen

 

Gerstengras:stärkt das Immunsystem

 

Bierhefe:ergänzt B-Vitamine bei aufgetauten Mahlzeiten

 

Hanföl:enthält das optimale Verhältnis von  Omega3-  zu Omega-6-Fettsäuren

 

Heilerde:beruhigt und entgiftet Magen und Darm und ergänzt den Mineralhaushalt.

 

Kräuter,die dem Hund guttun

Brennesselblätter: enthalten Lezithin,viele Mineralstoffe,Vitamine und Ameisensäure

-regen Stoffwechsel und Drüsentätigkeit an

Gänseblümchen:enthalten Vitamine,Gerbstoffe und ätherische Öle

-wirken schleimlösend,entzündungshemmend,verdauungsfördernd und appetitanregend

Löwenzahn:enthält Bitterstoffe Flavonoide,Kalium und Vit.C

wirkt harntreibend und stärkt den gesamten Organismus

Petersilie:enthält Vit.C

-wirkt harntreibend und entzündungshemmend

Brombeer-und Himbeerblätter:enthalten Vit.C,Eisen und Gerbstoffe

-wirken entzündungshemmend,keim-und pilztötend

Echte Kamille:

-wirkt schmerzlindernd,entzündungshemmend und beruhigend

 

 

 

Die richtige Ernährung für Ihren Hund

Der Hund ist ein Nachfahre des Wolfes und gehört damit zu den Raubtieren. Er ist ein Fleischfresser und sein Körper ist dementsprechend ausgelegt: Er hat kräftige Zähne zum Beute machen und zerreißen, eine starke Kaumuskulatur und einen relativ kurzen Darmtrakt. Die Verdauungssäfte des Darms sind sehr aggressiv und in der Lage, auch Knochenstücke in kurzer Zeit zu verdauen.

Die Länge des Fleischfresserdarms ist im Gegensatz zum Darm der Wiederkäuer (z. B. Kühe), der große Mengen an pflanzlicher Nahrung aufnehmen und verarbeiten muss, sehr kurz. Deshalb benötigen Fleischfresser kleine, aber hochkonzentrierte Portionen, die hauptsächlich aus Fleisch bestehen müssen. Dieses sollte nicht gekocht werden, da das Eiweiß des Fleischs dadurch denaturiert und wichtige Enzyme und Vitamine zerstört werden. Gekochtes Fleisch ist „tote Energie“ für den Hund. Gibt man anstelle von Fleisch Fertigkost, verkümmern die für rohes Fleisch ausgelegten Verdauungsorgane und die Zusammensetzung der Verdauungssäfte verändert sich, denn es findet eine Art Vorverdauung statt, die die Verdauungssäfte des Hundes ständig unterfordert. Auch die Geschmacksnerven des Hundes verändern sich. Tiere, die niemals rohes Fleisch bekommen haben, lehnen diese natürliche Nahrung oft ab, weil sie sie einfach nicht gewohnt sind.

Gesundheit und Lebensdauer des Hundes hängen eng mit der Nahrung zusammen.

Gekochtes Fleisch und Fertigkost lassen Ihren Hund zwar „überleben“, aber er – und damit auch Sie! - müssen viele Nachteile in Kauf nehmen: Seine Vitalität, seine Fellbeschaffenheit und sein Geruch sind nicht mit der Konstitution eines Hundes vergleichbar, der mit rohem Fleisch gefüttert wird. Ein „natürlich“ ernährter Hund ist aufgrund seiner intakten Darmflora deutlich resistenter gegen Wurmbefall und Infektionen und Zahnstein ist ein Fremdwort. Auch werden diese Hunde älter und sind generell gesünder als ihre mit Fertigfutter ernährten Artgenossen.

Sie werden sich sicher auch schon gefragt haben, weshalb in den letzten Jahrzehnten auch Hunde immer häufiger an Krebs erkranken und warum auch vermeintlich bestens gepflegte und gefütterte Tiere immer jünger sterben. Vor ca. 60 Jahren lag die durchschnittliche Erlebensrate unserer Hunde bei 15 Jahren. Heute hat ein Rassehund nur noch eine Lebenserwartung von sieben bis neun Jahren, Mischlingshunde etwas mehr. Die Erklärung dafür ist so einfach wie einleuchtend: Bis in die 1950er Jahre wurden Hunde meist mit Schlachtabfällen und Essensresten gefüttert. Fertigfutter gab es damals kaum und es passte auch nicht in das gesellschaftliche Verständnis, die Hunde mit extra für sie hergestellter Nahrung zu füttern.

 

 

 

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